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1S9I3653_1-smallVon Fachkritikern, Künstlerkollegen und Publikum gleichermaßen wird Ivan Zenaty seit geraumer Zeit als bedeutendster tschechischer Geiger erachtet.

Ivan Zenaty gastiert wiederholt mit allen Orchestern seiner Heimat, insbesondere bei der Tschechischen Philharmonie, den Prager Symphonikern und dem Symphonischen Orchester des Tschechischen Rundfunks, jedoch ebenso bei berühmten internationalen Klangkörpern, wie dem BBC Symphony Orchestra London, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchesta Nacional de Madrid u.a.. Große Aufmerksamkeit rufen auch seine Solo- und Kammermusikprojekte hervor, so u.a. die gesamten Solosonaten und Partiten von Bach oder die Sonaten von Beethoven und Brahms in den vergangenen Spielzeiten. Mit seinem außergewöhnlich reichen Repertoire mit über fünfzig Violinkonzerten von Bach, Vivaldi über Beethoven, dem kompletten Mozart und alle großen romantischen Werke bis hin zu Strawinsky, Britten, Schnittke und Henze spricht Ivan Zenaty ein breites Publikum an, ohne dass er für einen Moment die Welt der Klassischen Musik verlassen würde. Außer seiner technischen Perfektion werden insbesondere sein sicherer stilistischer Geschmack und die einnehmende Tonschönheit geschätzt.

Seine professionelle Karriere begann der Geiger mit der Teilnahme am Finale des Tschajkowsky-Wettbewerbes in Moskau im Jahr 1982. Dem folgten das Debüt mit der Tschechischen Philharmonie und Libor Pesek (1983), der Gewinn des Wettbewerbs Prager Frühling (1987) und der laureatische Titel der Internationalen Tribüne junger Künstler der UNESCO (1989). 1990 debütierte Ivan Zenaty in London, 1991 in der Berliner Philharmonie und im Concertgebouw in Amsterdam, 1994 in Tokio, 1996 in New York und Buenos Aires. Er spielte gemeinsam mit Yehudi Menuhin, Yo-Yo Ma, Serge Baudo, Valerij Gergijev, Andrej Boreyko, Neville Marriner und weiteren bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten.

Der musikalische Ausdruck von Ivan Zenaty wurde insbesondere von persönlichen Begegnungen mit Nathan Milstein, Ruggiero Ricci und Andre Gertler beeinflusst. Markante Veränderungen in seinem musikalischen Denken initiierte Prof. Bezrodnyj vom Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Von größter Bedeutung waren die privaten Lektionen bei Josef Suk, sowie die nachfolgende langjährige Zusammenarbeit mit ihm, die in Auftritten bei den Würzburger Mozart-Festspielen, dem Prager Frühling und der kompletten Aufnahme der Werke von W. A. Mozart gipfelte.

Die Plattenaufnahmen von Ivan Zenaty rufen stets ein begeistertes Echo bei Hörern und Musikkritikern hervor. In der gesamten Zeit seiner Tätigkeit ist eine Konzentration auf die Gesamtwerke großer Autoren wie Telemann, Bach, Mendelssohn, Schumann, Schulhoff oder Dvorak und Grieg zu erkennen, die er für Dorian Recordings in New York aufgenommen hat. Besonderes Interesse weckte die neue Dvorak-Gesamteinspielung für Audite (www.audite.de) und die Aufnahme beider Violinkonzerte von J. B. Foerster mit dem BBC Symphony Orchestra London und seinem Chefdirigenten Jiri Belohlavek für Supraphon (www.supraphon.cz).

Dank der New Yorker Harmony Foundation spielt Ivan Zenaty auf der seltenen Violine von Giuseppe Guarneri del Gesu aus dem Jahr 1740.

Ausser den Meisterkursen in Deutschland, Spanien, in den USA und in Kanada unterrichtet Ivan Ženatý an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden und seit dem Jahre 2012 hat er die Professur an dem prestigen Cleveland Institute of Music aufgenommen.

Ivan Zenaty lebt in Dresden.